Tipps der Woche

Ein Burnout-Syndrom fängt meistens mit einer Hyperaktivität an, durch Euphorie begleitet. Es kommt jedoch relativ schnell zu einer andauernden beziehungsweise chronischen Müdigkeit.

Verbessern die Vorgesetzten nichts das Arbeitsverhältnis, dann folgt beim Burnout- Betroffenen eine innere Kündigung. Diese innere Kündigung schadet nicht nur dem Betroffenen selbst, sondern auf verschiedener Weise auch dem ganzen Unternehmen.

Es folgt eine Resignation und Kraftlosigkeit. Aus dieser negativen Spirale kann der Mitarbeiter häufig nicht mehr allein heraus. Es kann zu einer Depression führen.

 

 

 

Chef, wir haben da ein Problem!

Wenn sich der Chef zum Sklaven macht

Viele Chefs und Vorgesetzte leiden an Überlastung und Krisen, weil sie den Mitarbeitern regelmäßig die Arbeit abnehmen.

 

Der neue Angestellte wird eingestellt, um einen wichtigen Bereich in der Firma abzudecken. Doch nach ein paar Tagen kommt dieser auf den Chef zu, mit den Worten: "Chef, wir haben da ein Problem. Haben sie kurz Zeit?"

Diese Worte sind sehr gefährlich. Denn der Angestellte erwartet nicht nur, dass der Chef ihm Gehör schenkt, sondern ihn tatkräftig unterstützt. In der Regel sagt dann der Chef: "Ich werde mich persönlich darum kümmern". Das heißt, wenn der Mitarbeiter dann das Büro verlässt, hat dieser eine Aufgabe weniger und der Chef eine Aufgabe mehr.

 

Der Chef sitzt nun in der Handlungsfalle. Er macht die Tätigkeit des Mitarbeiters und später seine eigene. Paar Stunden später kommt der Mitarbeiter auf den Chef drauf zu und fragt, ob die Arbeit schon gemacht sei. Das ist eine verkehrte Welt, weil der Chef nachfragen sollte, ob die Arbeit erledigt sei. Diese oder ähnliche Szenen sehen wir im beruflichen Alltag immer wieder.

 

Dabei handelt es sich um einen Teufelskreis, aus dem der Chef nur schwer wieder herauskommt. Weil der Angestellte mit anderen Angestellten spricht und die anderen Chef-wir-haben-ein-Problem auch beim Chef versuchen werden. Resultat: Die Firma besteht aus Angestellten mit erlernter Hilflosigkeit und einem überarbeiteten Chef mit Burn-out-Syndrom. 

 

Die Lösung besteht darin, dem Angestellten klar aufzuzeigen, dass er eingestellt wurde, um selbstdenkend die Aufgabe zu lösen. Der Angestellte hat seine Aufgaben abzuarbeiten ohne Hilfe des Chefs. Denn der Chef hat seine eigenen Aufgaben zu lösen, die nur er selbst lösen kann.

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